Samstag, 18. April 2009

18. April – schon wieder Busfahren: von Maputo nach Chicuque

Der Tag fing zeitig an. Bereits um 6:30 Uhr ging es zum Frühstück. Noch während wir aßen wurde das Gepäck im Bus verstaut. Dann ging es los. Quer durch die Stadt auf die EN1, die Estrada Nacional 1, die Hauptverkehrsader, die den Süden Mosambiks mit der Mitte und dem Norden des Landes verbindet. Knapp fünfhundert Kilometer, von denen die ersten und die letzten zweihundert hervorragend ausgebaut sind. Nur in der Mitte gibt es noch hundert Kilometer enge, holprige Schlaglochpiste. Um ehrlich zu sein: es war anstrengend, es war warm, die Strecke zog sich. Und zu Mittag gab es Kekse, Bananen und Cashewnüsse... Naja.



Acht Stunden dauerte die Fahrt, doch wir kamen wohlbehalten in Chicuque an. Dass das nicht selbstverständlich ist, sahen wir unterwegs. In einer Senke, in der die Straße eng und holprig ist, waren ein Linienbus und ein Sattelzug aneinander geraten. Der Stärkere war in diesem Fall der LKW, der den Bus von der Straße drängte: Wir sahen nur die Schneise, die der Bus ins Gebüsch schnitt, bevor an einem Baum zum Stehen kam. Als wir die Unfallstelle passierten, war die Polizei bereits zugegen. Die Fahrgäste scheinen alle mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Sie saßen im Schatten und warteten, offenbar auf einen Ersatzbus.

„Gütiger Gott, wenn wir unterwegs sind, halte schützend deine Hände über uns, dass uns kein Unfall widerfahre und dass auch wir keinem anderen Schaden zufügen mögen.“ - Dieses Gebet ist immer und überall angebracht, wenn man verreist, besonders aber, wenn man in Afrika mit dem Auto unterwegs ist. Doch dann waren wir da. Gästehaus Chicuque. Nein, ein Vier-Sterne-Hotel ist es nicht, doch die Aufnahme war herzlich. Die folgenden Bilder entstanden beim Begrüßungstee.



Endlich am Ziel!

tg

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