Mal ehrlich: Würden Sie sich so einem Boot anvertrauen?
Nein? – Warum denn nicht?
Zugegeben, das Segel ist geflickt und die Farbe blättert ab, aber dicht ist das Boot schon. Die Martha-Maria-Reisegruppe jedenfalls scheute sich nicht, die Probe aufs Exempel zu machen.
Eine reiche Stunde brauchte sie, um mit der Dhau die Bucht zwischen Maxixe und Inhambane zu überqueren. Kaum waren alle im Boot, kam Wind auf und die christliche Seefahrt nahm einen neuen Anfang. Kurz bevor sie das rettende Ufer erreichten, geschah es: Es begann zu regnen. Doch das bisschen Nässe von oben war nur der Anfang. Es kam auch noch Nässe von unten. Doch am Boot lag es nicht. Das war dicht!
Inhambane, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt auf einer Halbinsel. Wer an den äußeren Strand will, muss die Stadt passieren. Nach einem Rundgang durch Stadt und Markt brachte uns Senhor Telmo, unser Fahrer, mit dem Bus nach Tofo an den Strand. Nach dem Motto „gut Ding will Weile haben“ speisten wir im „Haus des Essens“.
Es blieb noch Zeit zu einem Sprung in den Indischen Ozean. Das tat gut, denn die Wellen gingen hoch und das warme Wasser stand uns nicht nur einmal bis zum Hals. Wer das Salz auf seiner Haut scheute, badete wenigstens in Sonne und Wind. Viel zu schnell war es Zeit, wieder aufzubrechen, denn um 17 Uhr wollten wir zurück sein. Das haben wir nicht ganz geschafft. Nun aber schnell, denn für 18 Uhr hat uns Direktor França zu sich nach Haus eingeladen.
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